Macht voll Sinn!
Ausbildung / Studium in der Sozialverwaltung
Pirat/in, Superwoman, Superman, Fußballstar, Rennfahrer/in: Was war dein Kindheits-Traumberuf? Wolltest du schon als Kind für Gerechtigkeit kämpfen, Menschen helfen oder für deine Taten bewundert werden? Und suchst jetzt auch im echten Leben einen heldenhaften Beruf „mit Sinn“? Dann könnte eine Ausbildung oder ein Studium in der Sozialverwaltung genau das Richtige für dich sein. Denn da bewegst du jeden Tag was für deine Mitmenschen… ganz real, nicht nur in deiner Fantasie. Neugierig? Dann weiterlesen und mehr erfahren!
Inhaltsverzeichnis
- Im echten Leben was bewegen
- Erklärfilm Bayerische Sozialverwaltung
- Passt diese Ausbildung / dieses Studium zu mir?
Mach den Berufscheck! - Familienfreundlich, sicherer Job – und mehr!
- Ausbildung oder Studium: zwei Wege in die Sozialverwaltung
- Wo, wie, was? Die 5 häufigsten Fragen
- Überzeugt! Wie kann ich mich bewerben?
- Nicht verpassen! Bewerbungsfristen
- Weiterlesen: Ich will mehr wissen
Im echten Leben was bewegen
„Ausbildung oder Studium in der Sozialverwaltung? Klingt nach Ordner-Schieben, Behördenalltag, Langeweile… Und was hat das mit Menschen, Sinn und Abwechslung zu tun?“ Falls du dir diese Fragen stellst: Lass uns mit ein paar Vorurteilen aufräumen. Und dir erklären, was in dieser Ausbildung und diesem Studium wirklich steckt!
Menschen helfen, ganz konkret
Tatsächlich sind deine Aufgaben in der Sozialverwaltung ziemlich abwechslungsreich. Und: ziemlich sinnvoll. Denn du arbeitest jeden Tag für deine Mitmenschen. Unterstützt sie mit staatlichen Mitteln in besonderen Lebenslagen. Verhilfst ihnen zu ihren Rechten. Und machst ihnen so das Leben leichter. Beispiele gefällig? Bitteschön!
- Du kümmerst dich darum, dass Familien durch Eltern- und Familiengeld finanziell unterstützt werden.
- Du genehmigst sozial schwachen Familien Zuschüsse für Betreuungsplätze in Kindertagesstätten – denn nicht alle Eltern können sich Kinderbetreuung leisten.
- Du sorgst dafür, dass Opfer von Gewalttaten und ggf. Hinterbliebene Unterstützung erhalten. Zum Beispiel: Heilbehandlungen, Entschädigungen für Verdienstausfall oder auch Bestattungsgeld.
- Du verhilfst Menschen mit Behinderung zu einem selbstbestimmteren Leben: Du organisierst z. B. die Feststellung des Grades der Behinderung. Oder sorgst für Unterstützung im Arbeitsleben – damit mehr Menschen mit Behinderung einen Arbeitsplatz finden und behalten sowie eine behindertengerechte Ausstattung des Arbeitsplatzes erhalten.
- Du schützt die sozialen und beruflichen Rechte aller bayerischen Bürgerinnen und Bürger.
- Du betreust als Verwaltungsinformatiker/in die IT-Systeme und EDV-Anwendungen deiner Behörde und unterstützt deine Kolleginnen und Kollegen bei technischen Fragen.
Passt diese Ausbildung / dieses Studium zu mir? Mach den Berufscheck!
Mit diesem Selbstcheck kannst du herausfinden, ob eine Ausbildung oder ein Studium in der Sozialverwaltung „dein Ding“ ist. Klick dich einfach mal durch! Und kreuze an, ob die Aussagen auf dich zutreffen.
Berufscheck 1 von 12
Es ist mir wichtig, mit meiner Arbeit etwas zu bewegen.
Berufscheck 2 von 12
Ich suche einen Beruf, in dem ich etwas für Menschen tue und ihnen weiterhelfe.
Berufscheck 3 von 12
Ich möchte in meinem späteren Job etwas Sinnvolles tun – und auch schon in der Ausbildung / Studium.
Berufscheck 4 von 12
Ich möchte mich für die Mitmenschen meiner Region engagieren.
Berufscheck 5 von 12
Ich suche einen sicheren Arbeitsplatz.
Berufscheck 6 von 12
Ich möchte immer wieder dazulernen und Aufstiegschancen haben.
Berufscheck 7 von 12
Mir ist ein familienfreundlicher Arbeitgeber wichtig.
Berufscheck 8 von 12
Flexible Arbeitszeiten wären toll!
Berufscheck 9 von 12
Ich will schon während der Ausbildung / dem Studium gut bezahlt werden.
Berufscheck 10 von 12
Ich kann mich gut in andere Menschen, ihre Lebenssituationen und Bedürfnisse hineinversetzen.
Berufscheck 11 von 12
Der Umgang mit Menschen macht mir Spaß – auch am Telefon.
Berufscheck 12 von 12
Ich arbeite gerne im Team.
Fertig!
Familienfreundlich, sicherer Job – und mehr!
Wenn du deine Ausbildung oder dein Studium abgeschlossen hast, hat ein Job in der Sozialverwaltung viele Vorteile. Hier sind sie im Überblick:
- sicherer Job: Du durchläufst die Stufen der Verbeamtung, bis zur Berufung auf Lebenszeit.
- flexible Arbeitsbedingungen: Du hast die Möglichkeiten von Gleitzeit, verschiedenen Teilzeitmodellen und Homeoffice-Tagen.
- familienfreundlich: Wir unterstützen dich dabei, Beruf, Karriere und Privates bestmöglich zu vereinbaren.
- vielfältige Fortbildungsmöglichkeiten: Wir fördern deine fachliche und persönliche Entwicklung.
- planbare Karriereleiter: Mit unseren Weiterbildungsangeboten kannst du bei uns aufsteigen.
- bürgernah und heimatverbunden: Du arbeitest für die Menschen in deiner Region.
Schon gewusst?
69,4 Mio.
Mit 69,4 Mio. Euro hat das Inklusionsamt des Zentrum Bayern Familie und Soziales (ZBFS) Arbeitgeber im Jahr 2018/19 unterstützt: Damit sie in Bayern mehr Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung schaffen und sichern.
Zur Quellenangabe Unterstützung Arbeitgeber Inklusion Bayern 2019
Ausbildung oder Studium: zwei Wege in die Sozialverwaltung
Interesse geweckt? Wenn auch du dich in einem Team der bayerischen Sozialverwaltung engagieren möchtest, hast du zwei Wege zur Wahl: eine Ausbildung oder ein duales Studium. „Dual“ heißt: Theorie-Phasen an der „Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern“ wechseln sich mit Praxis-Phasen bei Behörden ab. Eine besonders praxisorientierte Ausbildung ist dein Ding? Dann kannst du zwischen diesen Fachrichtungen wählen:
- Verwaltungswirt/in in der staatlichen Sozialverwaltung oder
- Verwaltungswirt/in in der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit
Mehr Infos zu diesen beiden Ausbildungen findest du in unserem Flyer:
Zum Flyer „Ausbildungen in der Sozialverwaltung“ (PDF zum Download)
Du willst mehr Verantwortung in einer gehobenen Position übernehmen? Dann ist ein duales Studium das Richtige. Auch dabei kannst du deinen Interessen folgen und wählen:
- Diplom-Verwaltungswirt/in (FH) in der staatlichen Sozialverwaltung und der Sozialgerichtsbarkeit oder
- Diplom-Rechtspfleger/in (FH) in der Arbeitsgerichtsbarkeit oder
- Diplom-Verwaltungsinformatiker/in (FH) in der staatlichen Sozialverwaltung und der Arbeits- und Sozialgerichtsbarkeit
Mehr Infos zu unseren dualen Studiengängen haben wir ebenfalls in Flyern für dich zusammengestellt:
Zum Flyer „Studium in der Sozialverwaltung – Diplom-Verwaltungsinformatiker/in“ (PDF zum Download)
In der folgenden Tabelle findest du ein paar Fakten zur Ausbildung und zum Studium: im Direkt-Vergleich und Kurz-Überblick!
Ausbildung | duales Studium | |
---|---|---|
Konzept | Lehrgänge an der Akademie der Sozialverwaltung (9 Monate) und Praxis in Behörden (15 Monate) | Studium an der „Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern“ (20 Monate) und Praxis in Behörden (16 Monate) |
Dauer | 2 Jahre | 3 Jahre |
Schulische Voraussetzungen |
mindestens qualifizierender Haupt-/ Mittelschulabschluss, mittlere Reife oder vergleichbarer Schulabschluss | Abitur, Fachhochschulreife oder vergleichbarer Abschluss |
Gehalt | ca. 1.300 Euro / Monat (plus Sonderleistungen und Weihnachtsgeld) | ca. 1.400 Euro / Monat (plus Sonderleistungen und Weihnachtsgeld), keine Studiengebühren |
Urlaub | 30 Urlaubstage pro Jahr – auch schon während der Ausbildung | 30 Urlaubstage pro Jahr – auch schon während des Studiums |
Aufgaben und Einsatzorte |
unterstützende Tätigkeiten in der Sozialverwaltung des Zentrum Bayern Familie und Soziales (Regionalstellen des ZBFS) oder bei Arbeits- oder Sozialgerichten | Tätigkeiten in gehobener Position (mit Entscheidungs- und ggf. Führungsverantwortung) bei den Regionalstellen des ZBFS oder bei Arbeits- oder Sozialgerichten |
Bewerbungsfrist | bis Anfang Mai des Jahres vor Ausbildungsbeginn | bis Anfang Juli des Jahres vor Studiumsbeginn |
Hier erhältst Du weiterführende Informationen zum dualen Studium und zur Ausbildung
Du willst noch mehr Details zu der Ausbildung und den Studienrichtungen sowie den Wahl-Fachrichtungen wissen?
Mehr über die Ausbildung in der Sozialverwaltung
Mehr über das Duale Studium in der Sozialverwaltung
Schon gewusst?
311.803
Mütter und Väter haben im Jahr 2019 Elterngeld vom Bayerischen Sozialministerium erhalten.
zur Quellenangabe Elterngeld Bayern 2019
Wo, wie, was? Die 5 häufigsten Fragen
Für den theoretischen Teil deiner Ausbildung besuchst du Lehrgänge an der „Akademie der Sozialverwaltung“ in Wasserburg am Inn. Hier sammelst du jede Menge Hintergrundwissen. Außerdem herrscht hier echtes Campus-Leben: Die Studierenden des Fachbereichs Sozialverwaltung lernen im gleichen Gebäude, du kannst im angegliederten Wohnheim kostenfrei wohnen, einen Fitness- und einen Partyraum nutzen – und die Wasserburger Innenstadt mit Geschäften, Vereinen, Kneipen & Co ist gleich um die Ecke!
Für das duale Studium ist die „Hochschule für den öffentlichen Dienst in Bayern“ verantwortlich. Je nachdem, für welche Studienrichtung du dich entscheidest, studierst du an unterschiedlichen Orten: am oben beschriebenen Campus in Wasserburg (Verwaltungswirt/in), in Starnberg (Rechtspfleger/in) oder in Hof (Verwaltungsinformatiker/in).
Sowohl in der Ausbildung als auch im dualen Studium sind uns deine Praxisphasen besonders wichtig: die Arbeit im Team und im echten Berufsleben. In deine praktischen Aufgaben tauchst du direkt an einer der Ausbildungsbehörden ein, die du bei der Online-Bewerbung nach Standorten ausgewählt hast.
Unsere einstellenden Behörden haben ihre Standorte vor allem in den großen Städten der bayerischen Regierungsbezirke: u. a. in München, Nürnberg, Augsburg, Regensburg, Landshut, Bayreuth und Würzburg.
Im Geschäftsbereich des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales bilden die Behörden in der Regel nur so viele Nachwuchskräfte aus, wie sie tatsächlich benötigen. Deshalb hast du nach erfolgreicher Ausbildung bzw. Studium sehr gute Chancen, in die Sozialverwaltung und an den Arbeits- und Sozialgerichten übernommen zu werden. Es gibt allerdings keine Übernahmegarantie.
Ja, das kannst du! Um eine Ausbildung in der bayerischen Sozialverwaltung oder bei den Arbeits- oder Sozialgerichten zu machen, ist ein qualifizierender Hauptschulabschluss die Mindestvoraussetzung für eine Bewerbung. Zusätzlich musst du (wie alle Interessenten und Interessentinnen mit höheren Schulabschlüssen auch):
- die Staatsangehörigkeit eines Mitgliedstaats der Europäischen Union besitzen,
- charakterliche und gesundheitliche Eignung mitbringen,
- dich zur freiheitlich demokratischen Grundordnung bekennen,
- und erfolgreich das Auswahlverfahren des Bayerischen Landespersonalausschusses für die zweite Qualifikationsebene abschließen (Anmeldung in der Regel bis Anfang Mai, schriftliche Prüfung im Juli).
Im letzten Bewerbungsschritt wartet dann noch das gesonderte Auswahlverfahren des Bayerischen Staatsministeriums für Familie, Arbeit und Soziales auf dich: ein persönliches Vorstellungsgespräch.
Ein duales Studium kannst du mit einem Hauptschulabschluss leider nicht anfangen. Dafür gelten andere schulische Voraussetzungen.
Zu den Einstellungsvoraussetzungen für ein duales Studium in der Sozialverwaltung
Für Fragen rund um das Thema Ausbildung und Studium in der Sozialverwaltung und an den Arbeits- und Sozialgerichten steht dir das Ausbildungsreferat im Staatsministerium für Familie, Arbeit und Soziales gerne zur Verfügung: Telefon: 089 1261-1030, E-Mail: E-Mail an das Ausbildungsreferat schreiben
Bei konkreten Fragen zu einer bestimmten Dienststelle kannst du dich auch direkt an die jeweilige Ausbildungsbehörde wenden. Auch dafür hilft dir das Ausbildungsreferat gerne mit den passenden Kontaktdaten weiter.
Hier gibt es mehr Antworten auf häufige Fragen: FAQs zu Ausbildung und Studium in der Sozialverwaltung!
Nicht verpassen! Bewerbungsfristen
Die allgemeine Auswahlprüfung vom LPA findet bereits ein Jahr vor deinem Ausbildungs- oder Studiumsbeginn statt! Sie wird bayernweit gleichzeitig an rund 100 Orten durchgeführt: in der Regel Anfang / Mitte Juli für die Ausbildungen und Anfang / Mitte Oktober für die dualen Studiengänge. Für diese Prüfung kannst du dich in den Vormonaten anmelden: bis spätestens Anfang Mai (für Ausbildungen) und bis spätestens Anfang Juli (für duale Studiengänge). Der Start von Ausbildung und Studium ist jedes Jahr im September.